Dar Es Salaam – Abreisetag

12.10.2009

Letzter Tag in Dar Es Salaam.

Abends um 21:20 soll es mit der Swiss über Nairobi und Zürich wieder nach Hamburg gehen.

Auschecken ist um 12:00 Uhr, was wir mit etwas Hin und Her auf 17:00 Uhr verlängern können (als Kompensation für den verpassten ersten Tag).

Der Bell Captain des Hotels hatte uns für 10:30 einen Guide organisiert, der uns ca. 3 Stunden durch die Stadt führen soll.

Wir sehen von Dar eine ganze Menge, aber der Guide weiss nicht sehr viel über die Hintergründe und es ist ganz schön anstrengend so am Montag mitten durch die wuselige Stadt zu laufen.

Umjoa House

Umjoa House

Das Umjoa House wurde für die Vertretung der Europäischen Union gebaut und beherbergt auch die Botschaften von Deutschland, den Niederlanden, Groißbritannien etc.

National Museum

Africa . .Africa,Dar Es Salaam

Das Nationalmuseum von Tanzania hat einen etwas merkwürdig aussehenden Haupteingang. Das liegt an den zur Zeit stattfindenden Bauarbeiten. Viele interessante Dinge, aber manches auch sehr schlicht gemacht.
Link : http://www.houseofculture.or.tz

Karimjee Hall

Karimjee Hall

1923 erbaut. Nach der Unabhängigkeit 1961 Sitz des “House of Parliament”. Hier wurde auch Julius Nyerere als erster Präsident vereidigt.

Das Parlament (National Assembly – die “Bunge”) wurde 1996 in die neue Hauptstadt Dodoma verlegt. Heute (2009) dient die Karimjee Hall als Veranstaltungsort für Kongresse usw.

Botanischer Garten

Africa,Dar Es Salaam,Tree

Gebäude aus der Kolonialzeit

  • Old City Council Hall von 1903 – Sokoine Drive 18, Ecke Morogoro Road
  • Old Boma – Sokoine Drive 17, Ecke Morogoro Road – ERbaut 1895-1897 als Amtssitz der deutschen kolonialen Bezirksverwaltung
  • Lutherische Kirche (1998)
  • St. Joseph (1897-1902 erbaut)
  • Ocean Road Hospital 1897
  • State House – Erbaut 1987 als Gouverneurs Palais, von den Briten zerstört und 1922 als “State House” neu gebaut
  • Link: Deutscher Gouverneurspalast Dar Es Salaam
  • Department of Land and Survey – Kivukoni Front
  • Magistrate Court – Kivukoni Front
  • Hauptbahnhof
  • Teile des National Museum
  • Einige Häuser in der Nähe des National Museum (und Botanischer Garten) zu erkennen an den Dächern mit roten Ziegeln

Fischmarkt

Africa,Dar Es Salaam

Central Train Station

An der Central Train Station haben wir genug und nehmen ein Taxi zu Hotel.
Africa,Dar Es Salaam,Train

Der GPS-Track auf Google Earth

Duschen und einen Drink an der Poolbar. Vorher müssen wir die Magnetstreifen der Zimmerkarten noch neu kodieren lassen, denn die hatten immer noch 12:00 als Ende-Zeit.

Koffer fertig packen und noch eine Pizza zu zweit am Pool, dann ist die Zeit herum: Beim Auschecken an der Rezeption steht bei den Nebenkosten ein Punkt doppelt drauf. Das Hotel ist aber entgegenkommend und streicht diesen Posten.

Africa,Dar Es Salaam,Hotel

Nun müssen wir auf unseren Rovos-Transfer um 18:30 zum Flughafen warten. Zur versprochenen Zeit kommt aber von Rovos kein Mensch. Um 18:40 bestellen wir ein Taxi auf unsere Kosten (30.000 Shilling). Es ist ein gewaltiger Stau auf der Ausfallstraße zum Flughafen. Wir schaffen es aber ganz gut in ca 1 Std und einer Viertel.

Taxi Track auf Google Earth

Ein Gepäckträger bringt unsere beiden großen Koffer zum Business Checkin der Swiss. Wir bekommen die Boardkarten und eine Einladung in die Tazaira Lounge.

Im Flughafen gibt es überhaupt keinen Raucherbereich, das findet Monika überhaupt nicht gut und kann nach einigem Hin und Her eine Speziallösung finden (Foto).

Der Flughafen hat nur einen Abflug-Saal vor dem noch mal ein “Final Security Check” stattfindet.

Das Einsteigen in die Swiss-Maschine (Airbus 330-200) verzögert sich um ca 20 Minuten. Unsere Sitze sind 10A und B. Die Abmessungen sind für die Business-Klasse OK, aber die Ausstattung der Sitze ist deutlich schlechter als auf dem Hinflug mit der Lufthansa 747.

Tag 14: Nach Dar Es Salaam

09.10.2009

Der 9.10.2009 als GPS-Track: http://www.google.com/maps?q=http://www.kr8.de/GPSFILES/GPS_20091009_0406_0340.gpx

Wir sind in der Nacht etwas gefahren aber dann doch relativ schnell (gegen 22:17 GMT = 00:17 Ortszeit)  irgendwo zum Stillstand gekommen. In der ruhigen Nacht war irgend ein Sing-Sang zu hören, der sehr störend war. Monika hat sich dewegen erstmals die Ohrstöpsel eingesteckt.

Beim Frühstück wollen wir erst einmal feststellen, wo wir stehen: MANGULA.

Mang’ula ist das Headquarters of the “Udzungwa Mountains National Park”, den die Eisenbahnstrecke jetzt hier nach Osten in Richtung der großen “Selous Game Reserve” verlässt.

Halt in Mang’ula (09.10.2009 07:10 und 07:12 GMT, Tanzania-Zeit: 10:10 und 10:12 Uhr)

Mangula,Tanzania,Sonnenschirm Children at XYZ Station

Die Strecke vor uns ist noch immer durch einen entgleisten Zug blockiert. Wir werden deshalb nicht pünktlich in Dar Es Salaam ankommen.

Von Mang’ula fahren wir zurück nach Ifakara. Von dort bringen drei Taxis einige Gäste zu einem nahegelegenen Lokalflughafen, von dem aus sie nach Dar Es Salaam fliegen müssen, um die gebuchte KLM-Maschine heute abend noch zu erreichen,

Wir bekommen im Zug erst einmal ein extra Lunch. Dabei gibt es neue Informationen von Joe Mathala: Die Strecke soll ab 15:00 Uhr wieder frei sein, was eine Ankunft in Dar Es Salaam so um 23-24 Uhr bedeuten würde. Wir sollen eine weitere Nacht auf dem Zug schlafen und dort auch ein Frückstück bekommen. Die Hotels seien benachrichtigt, sagt Joe. Der Zug steht also ersteinmal weiter in Ifakara.

Jetzt ist es 16:47 Uhr Ortszeit und der Zug setzt sich nun doch in Bewegung. Wir fahren nun also zum zweiten Mal von Ifakara über Kiberege, Man’gula etc. Richtung Dar Es Salaam, wo wir vielleicht gegen Mitternacht ankommen könnten.

Udzungwa Mountains - Evening View

Udzungwa Mountains – Evening View

Kurz hinter Mang’ula passieren wir die “Kidatu Connection”, wo eine Stichstrecke nach Kilosa führt, allerdings mit der 1000mm Spurweite. Deshalb soll es da eine Container-Umlade-Station geben.
Hier gelingt vom Zuge aus (15:34:33 GMT) ein schönes Foto der Abendstimmung mit Blick auf die “Udzungwa Montains”.
http://www.google.com/maps?q=-7.794367,+37.054872

Wir sollen im Zug frühstücken und werden um 7:45 Uhr mit einem Bus für die Zansibar-Tour abgeholt werden. Das Gepäck soll “seamlessly” zum Hotel transferriert werden.

Das letzte Stück des Fahrplans von Joe Mathala sieht so aus:

  • Ifakara -8.135707,36.681461 (OK)
  • Kiberege -7.950 36.867 (OK)
  • Mang’ula -7.85821167,36.89451333 (OK)
  • Kidatu-Kilosa-Connection -7.796237,37.049153 (OK)
  • Msolwa -6.632893,38.249073 (???)
  • Pwaga =-6.63332,38.250017
  • Lumbago
  • Kisaki -7.495,37.6007 (OK)
  • Funga
  • Kinyanguru -7.486097,37.601396
  • Kidunda -6.640055,38.944473
  • Gwata
  • Mzenga -6.533336,37.499996
  • Kifura
  • Yiqama
  • Kwakanga
  • Yombo -6.640055,38.944473
  • Dar es Salaam Tazara Station -6.846035,39.245154

Am Abend gegen 18:30 GMT (= 21:30 Tanzania Zeit) legt unser Zug einen Stopp ein. Es ist dunkel und es sind Sterne zu sehen. Ich versuche also spontan ein Paar Himmelsaufnahmen vom hinteren Ende des Zuges aus zu machen.

Das Foto mit den meisten Sternen ist: 20091009_1090968.jpg

  • Uhrzeit: 18:54:20 GMT (21:54:20 Tanzania)
  • Ort: -7°.49545667, +37°.60537500
  • 3.26 km südlich von Kisaki
  • Belichtungszeit 30 sec
  • Blende 2.8
  • Brennweite 4,8 mm
  • Empfindlichkeit ISO 100
  • Blickrichtung entlang der Gleise: West

Auf dem Foto identifizierte Sterne:

  • delta Cap (2.85)
  • beta Aqr (2.90)
  • Jupiter
  • gamma Gru (3.00)
  • epsilon Aqr (3.75)
  • beta Cap (3.05)
  • alpha Cap (2 x 4.00)
  • theta Aql (3.20)
  • alpha Aql (0,75) – “Atair”
  • gamma Aql (2.7)
  • delta aql (3.40)
  • pi Sgr (2.85)
  • alpha Sgr (2.05)
  • phi Sgr (3.15)
  • tau Sgr (3.30)
  • zeta Sgr (3.25)

Tag 11: Über Serenje, Mpika nach Kasama (Zambia)

6.10.2009

Wir wachen früh auf. Der Speisewagen zum Frühstück ist noch fast leer. Erst gegen 08:15 wird es langsam voller. Wir fahren durch Mkishi (08:35) , kreuzen die T2 “Big North” (09:01) und rattern durch Nkolonga (09:06)

Wir befinden uns nun im sog. “Copper Belt”. Die Grenze zum früheren Katanga, heute Teil der Democratic Republic of Congo (DRC) ist nur wenige Kilometer entfernt. Die Vorbeifahrt per Bahn ist unspektakulär. Von der Eisenbahn aus sieht man nichts besonderes. Anntennenmasten mit Richtfunk stehen da in der Nähe.

Um 09:22 erreichen wir die Station Mkushi River.

Africa,Train

So geben 11:00 Uhr kommt die Provinzhauptstadt Serenje in Sicht.

Zambia

Wir halten kurz in Serenje, das einen richtigen Bahnhof hat.

14:30 – 14:50 Wir machen Halt in Mununga. (Fotos: Ziegen, Fussballplatz, Bahnhof). GPS: -12.649865,31.016238

Später kommen wir durch Chilonga (16:30) und schließlich nach Mpika (17:13) wo es dunkel wird.

Die Fahrt im Dunkeln hält der GPS-Logger fest: Mpika – Kasama

Um 20:51 fahren wir wieder los von Mpika. Im Dunkeln geht es nach Mpepo (23:02) und Chandesi (23:22). Dort geht es über die Chambeshi Brücke, wo in der Nähe das Von-Lettow-Vorbeck-Denkmal steht.

Gegen 1 Uhr in der Nacht erreichen wir unser Tagesziel Kasama.

Tag 4: Zeerust

29.9.2009

Heute morgen wachen wir auf und müssen feststellen, dass wir in der Nacht das Etappenziel Zeerust nicht erreicht haben. Wir stehen auf dem Bahnhof in Kugersdoorp

Kugersdoorp Train Station

Krugersdorp Train Station

Erst um 09:49 ist die längst erwartete Diesellok da und wir können den 180 km weiten Weg nach Zeerust beginnen. Das soll 5 Stunden dauern und damit wird die Nachmittags-Pirschfahrt wohl einwenig gefährdet sein.

Wir fahren über Boons, Derby, Koster, Swartruggens, Groot Marico, Woodbine.

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Schließlich erreichen wir den Bahnhof Zeerust (15:21), wo wir in einen Bus umsteigen, mit leichtem Gepäck für zwei Übernachtungen auf der Tau Lodge.

Zeerust: Umsteigen in den Bus

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Madikwe Game Ressort Gate

Africa,Game Ressort

Erste Pirschfahrt am Nachmittag

Afrika,Tau Logde

Während wir wilde Tiere beobachten, fährt der Zug ohne uns über Ottoshoop, Slurry, Mafikeng und schließlich nach Gabarone, wo wir in 3 Tage später wieder einsteigen werden.

Tag 3: Nach Pretoria und Zeerust

28.9.2009

Heute ganz früh sind wir in Potchefstroom losgefahren und dann über Johannisburg zum kleinen Bahnhof “Centurion” (Pretoria), wo eine klassisch Dampflock vorgespannt wurde. Eines der Paradestücke von Rohan Voss. Es war die jüngste der Rovos-Dampflokomotiven – so von 1954. Dass haben wir natürlich fotografisch festgehalten.

Dampflokomotive

Rovos Rail

Kurz vor 12 fahren wir dann in Capital Park ein, der Zentrale von Rovos Rail. Man kann sich hinsetzten, wird aber gleich zu einem kleinen Rundgang über das Geläde aufgefordert, wo wir alte Dampflokomotiven, Eisenbahnwagen und zu guter letzt den letzten Dampfkran Afrikas sehen können, der nach seiner Wiederherstellung vor der Terrasse aufgestellt werden soll.

Capital Park

Africa,Rovos Rail,Pretoria

Danach gibt es auf der Terrasse das Mittagessen und dann geht es mit zwei Bussen in die Stadt. Wir stoppen am Union Building und nehmen uns auch ausfühlich Zeit für das Vortrekker Monument, das dem Völkerschlachtsdenkmal in Leipzig nachempfunden sein soll.

Union Building

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Jacaranda Tree

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Voortrekker Monument

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Der Zug wurde in der Zwischenzeit um einen Wagen erweitert und zunächst zieht uns die Dampflok weiter. Um 18:30 Uhr brach hier in Capital Park starker Regen und Gewitter aus. Gut dass wir kurzvorher in den Zug eingestiegen sind. Nun funktioniert auch das Telefon im Abteil (dem Zimmer). Die Reisetaschen, die wir für die “Game Lodge” packen sollen, liegen auch schon auf dem Zimmer.

Der heftige Regen ist nach 1 1/2 Stunden vorbei aber im Zug hat er Spuren hinterlassen: An den Türen und in den Verbindungen zwischen Waggons dringt Wasser ein. Die Rovos-Crew hat dort Handtücher hingelegt.

Beim Abendessen erfahren wir, dass es mit der Lok, die uns jetzt zieht ein Problem gibt und sie ausgetauscht werden muss. Dadurch werden wir nicht wie geplant gegen 1 Uhr in Zeerust angommen und dann dort stehen, sondern die ganze Nacht durchfahren müssen, was auf deiser Strecke ganz schön schaukelig und laut sein soll. Es wurden Ohrenstöpsel verteilt.

Geplant: Nachtstopp in Zeerust.

Del.icio.us : , , ,

Tag 1: Kapstadt und Matjiesfontein

26.9.2009 Kapstadt

Morgens um 09:30 holt uns ein Fahrer im Auftrag von Rovos Rail vom Hotel ab. Er soll noch weitere Rovos-Rail-Reisende im Radisson abholen. Das Radisson ist  für die Fussballweltmeisterschft 2010 neu  gebaut wurde und noch fast leer ist.  Die Gäste sind aber schon weg. Mit ein paar Minuten Verspätung kommen wir schießlich in der Rovos-Rail-Lounge am Hauptbahnhof gegen 10 Uhr an.

Um 11:15 Uhr heisst es: Einsteigen in den Luxuszug, die “Pride of Africa”.

Pride of Africa

Africa,Rovos Rail

Um 17:50 Uhr kommen wir bei unserem ersten Ausflugsstopp  in Matjiesfontein an, was aus dem Fernsehfilm ja sehr behannt ist.

Um 18:40 Uhr steigen wir wieder in unseren Zug. Die Fahrt geht ……